“ZIPHER” – Zwangsmaßnahmen im psychiatrischen Hilfesystem: Erfassung und Reduktion

Zeitraum: 2016-2019

Die wissenschaftliche Studie “ZIPHER” (Zwangsmaßnahmen Im Psychiatrischen Hilfesystem: Erfassung und Reduktion) legt ihren Fokus auf psychiatrische Wohnheime in Deutschland. Das Ziel ist die Beschreibung der bundesweiten Unterstützungslandschaft für Menschen mit wesentlichen seelischen Behinderungen und sehr hohen Hilfebedarfen, die in offenen und geschlossenen stationären Einrichtungen (inklusive CMA) der Eingliederungshilfe (SGB XII) unterstützt werden. Mit der ersten bundesweiten Vollerhebung der psychiatrischen Wohnheime in Deutschland soll die bislang unklare Datenlage um eine differenzierte Statistik erweitert werden. Forschungsmethodisch wird dieses Vorhaben mittels eines quantitativen Online-Fragebogens umgesetzt, der die Einrichtungsleitungen zu Struktur- und Prozessdaten ihrer Wohnheime befragt. Das Projekt “ZIPHER” kooperiert mit der Bundesarbeitsgemeinschaft der überörtlichen Träger der Sozialhilfe (BAGüS) und den Spitzenverbänden der Freien Wohlfahrtspflege.

Projektleitung: Prof. Dr. Ingmar Steinhart

Forschungsteam: Sarah Jenderny, Julia Schreiter, Anke Wagner & Antje Werner

Publikationen:

Jenderny, S., Schreiter, J. & Steinhart, I. (2020). Psychiatrische Wohnheime in Deutschland – Transparenz und Strukturen. In: Psychiatrische Praxis, 47 (5), S. 260-266.

Steinhart, I., Jenderny, S. & Schreiter, J. (2020). (Geschlossene) besondere Wohnformen als unverzichtbarer Teil der regionalen Verbundstrukturen in Deutschland? In: Psychiatrische Praxis, 47 (7), S. 370-375.

Jenderny, S., Schreiter, J. & Steinhart, I. (2021). Zwangsunterbringungen – ein elementarer Teil regionaler Psychiatrieberichterstattung. In: Recht & Psychiatrie, 39 (2), S. 85-90.